Erneuerbare Energien: Optionen für umweltbewusste Hauseigentümer

renewable-energy (1)Hausbesitzer, die die Umwelt schützen wollen, können dies heute auf vielfältige Weise tun. Gerade in Österreich kann man Tradition und Moderne wunderbar verbinden. So ist es zum Beispiel möglich, Teile des Biomülls auch in einer Biomasseanlage zu verwenden.

Im wesentlich wird aber heute Holz verwendet. In Heizungsanlagen und Einzelöfen werden überwiegend Holzpellets verwendet – zu kleinen Stäbchen gepresstes Abfallholz. Besonders im ländlichen Raum und bei größeren Anlagen werden auch Hackschnitzel eingefüllt. Der Vorteil bei Pelletheizungen ist, dass sie die geringsten Emissionen haben. Wir haben ein paar Daten zusammengetragen zum Thema Pelletheizung, basierend auf einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Fläche:

  • Wärmebedarf pro Jahr: 16.000 kWh
  • Kesselleistung: 9 kW
  • Lagerraumbedarf für Pellets: 10 Quadratmeter
  • Jahresbedarf an Pellets: bis zu 6 Tonnen
  • Investitionsbedarf: eta 12.000 Euro
  • Energiekosten jährlich: 900 Euro

Ein Kilogramm Pellets kostet in Österreich derzeit etwa 22,50 Cent, etwa 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber Öl spart man etw 18 Prozent.

Auch Solaranlagen sind eine Alternative. Wer im burgendländischen Andau wohnt, hatte in 2015 immerhin 2100 Sonnenstunden, und in Österreich insgesamt scheint die Sonne immer häufiger. Aber auch wenn es Wolken am Himmel gibt, produzieren Photovoltaikanlagen noch immer Strom, nur eben etwas weniger. Wichtig ist dabei der Einstrahlwinkel, der sich nach Tages- und Jahreszeit verändert und auch von der Dachneigung abhängig ist. Die Menge der Sonneneinstrahlung ist abhängig von der Bewölkung, der Tageslänge und der Höhenlage des Gebäudes. Jahreszeiten und der geographischen Breite spielen auch eine Rolle.

Die Anlagen selbst erhält der Hausbesitzer inklusive Beratung heute bei Fachbetrieben, die es in fast jeder Stadt gibt.

Windkraftanlage lohnen sich dann, wenn der selbst produzierte Strom günstiger ist als der des Stromanbieters und wenn der selbst produzierte Strom verbraucht und nicht eingespeist wird. Die Kosten sollten deshalb unter 28 Cent pro kWh liegen. Private 5kW-Windräder erreich das eigentlich nur an sehr windstarken Orten. Man rechnet aber mit einer steigenden Wirtschaftlichkeit in naher Zukunft.