Erneuerbare Energien: Chancen und Herausforderungen in Österreich

windsolarEtwa 25 Prozent des verbrauchten Stroms wird von privaten Haushalten in Österreich genutzt. Deshalb setzen Förderprogramme der Regierung, aber auch der EU, unter anderem hier an. Elektrische Endprodukte können maßgeblich zur Energieeinsparung beitragen. Ein Hindernis für viele sind höhere Anschaffungskosten, zum Beispiel bei Wärmepumpen und Solaranlagen. Allerdings hat sich längst gezeigt, dass sowohl die Anschaffungskosten stetig sinken als auch die Amortisierungszeiträume immer kürzer werden.

Derzeit sinkt der Energiepreisindex, weil vor allem viel billiges Öl auf dem Markt schwemmt. Das wiederum ist eine Herausforderung für die Produzenten von erneuerbarer Energie. Ihre Kosten sind nicht variable und deshalb können sie Preise nicht in ähnlicher Höhe senken. Dennoch sollen langfristig die Biotreibstoffe und Stromerzeugung aus alternativer Energie die fossilen Brennstoffe ablösen. Hilfreich ist hier auch die Klimaaktiv-Initiative, die Fördermittel zur Verfügung stellt. Die Bilanz ist jetzt schon erstaunlich:

  • 5.000 Installateure, Planer und Energieberater wurden ausgebildet
  • 1700 Sanierungs-Checks in Dienstleistungsgebäuden wurden durchgeführt
  • 400 große Wohngebäude mit mehr als 13.000 Wohnungen wurden saniert
  • 33 Wohnbauträger und 31 Fertighaus-Hersteller bieten klimaaktive Häuser an

Die österreichische Regierung selbst beschreibt die Maßnahmen als dringlich: “ Die wesentlichen Herausforderungen der Energie- und Klimapolitik sind langfristiger Natur und gehen über den Zeithorizont der Energiestrategie Österreich hinaus” heißt es in der Energiestrategie-Broschüre. Als Ziel wird angegeben: “Der Ausbau erneuerbarer Energien hat in Österreich enorme Bedeutung für die nationale Eigenversorgung und Stärkung der Energieversorgungssicherheit, schafft neue hochqualifizierte Arbeitsplätze, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele eine Notwendigkeit.“

Die Aussichten sind dennoch gut. Immer mehr Bundesländer stellen auf erneuerbare Energien um, in den Bereichen Windkraft und Solarenergie sind noch erhebliche Potenziale vorhanden und auch die Wasserkraft kann noch ausgebaut werden. Als Zielwert für 2020 wird ein Endenergieverbrauch von 1.100 Petajoule angepeilt. Das ist der Wert der im Jahr 2005 erreicht wurde und soll zum Ausdruck bringen, dass man den Energieverbrauch stabil halten will.