energy-renewableErfolgsmeldungen über den Einsatz von erneuerbaren Energien in Österreich gibt es mittlerweile fast jeden Monat. Immer neue Rekorde werden gebrochen. So meldete im vergangenen November das Bundesland Niederösterreich, dass seine Energie nun zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energie stamme. Das Land mit 1,6 Millionen Einwohner hatte über 2,8 Milliarden Euro investiert, von Solarparks über Windräder bis hin zur Stromgewinnung aus der Donau. 63 Prozent der Energie kommt nun aus Wasserkraftwerken, 26 Prozent werden aus Windenergie gewonnen, 9 Prozent aus Biomasse und zwei Prozent aus Solaranlagen.

Österreich hatte bereits 1978 in einer Volksabstimmung beschlossen, keine Atomenergie zu nutzen. Mittlerweile stammen 75 Prozent der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen, der Rest kommt aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen. Es heißt, die Energiewende in Niederösterreich habe 38.000 neue grüne Arbeitsplätze geschaffen und man will die Zahl bis 2030 auf 50.000 erhöhen.

Man will sich aber nicht ausruhen auf dem Erfolg, Weil der Energiebedarf steigen wird, muss auch die Produktion weiter steigen. Ein weiterer Ausbau ist bei Biomasse, Photovoltaik und Klein-Wasserkraftwerken, sowie bei Windkraft möglich. Ein weiteres Donaukraftwerk wird es nicht geben, sagen die Verantwortlichen, wohl auch aus Umweltschutzgründen. Während Niederösterreich jetzt rund 100 Prozent der verbrauchten Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen vorweisen kann, ist das Kohlekraftwerk Dürnrohr nach wie vor in Betrieb. Man hofft bis 2020 aus der Produktion aus fossiler Energie aussteigen zu können.

Der Erfolg in der Energiewende kam übrigens nicht von oben, sondern nur durch das Zusammenspiel aller. So wurde gerade die kleine Gemeinde St. Leonhard am Hornerwald ausgezeichnet, weil sie mit einem Zuwachs von 330 Watt je Einwohner innerhalb eines Jahres „Landesmeister der NÖ Photovoltaik Liga 2016“ wurde. Der Sonderpreis „Sonnenmeister“ für den größten Zuwachs an Anlagen binnen einen Jahres ging an die Wiener Neustadt , wo man 62 neue Sonnen-Kraftwerken installiert hat. Private Unternehmen wie die Energie AG haben ebenfalls aufgerüstet und knapp 17,5 Millionen Euro in zwei neue Windparks in Niederösterreich investiert.