wind-powerNiederösterreich ist nicht nur Österreichs größtes Bundesland, sondern ist zumindest auf dem Papier komplett von fossilen Energien befreit. Dank erheblicher Investitionen in den Ausbau von umweltfreundlicher Energie kann das Land nun eigentlich auf fossile Treibstoffe verzichten. Der Gesamtenergiebedarf kommt seit dem Ende des vergangenen Jahres aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie. Damit produzieren die Flüsse und Stauseen den Löwenanteil, nämlich 63 Prozent. Auf Platz 2 kommt die Windenergie, deren Anteil immerhin noch 26 Prozent beträgt. Die Biomassekraftwerke, vor allem der Städte und Gemeinden, produzieren 9 Prozent. Mit zwei Prozent macht sich die Solarenergie derzeit noch gering aus, hier sehen Experten aber noch großes Ausbaupotential. Bei der Energie aus Wasserkraft scheint hingegen zumindest was weitere Kraftwerke an der Donau angeht, das Ende der Fahnenstange erreicht. Politiker haben angekündigt, dass hier keine weiteren Kraftwerke geplant sind. Die Windenergie hingegen kann, wenn auch moderat, weiter ausgebaut werden. auch hier scheint es weniger technische Probleme als Widerstände vor Ort zu geben. Oft akzeptieren Bürger zwar die Energiewende, wollen aber kein Windrad in ihrer Gemeinde aufstellen. Ein Argument ist oft die Beeinträchtigung der Aussicht auf die Landschaft, andere sind Vogelschlag und Lärmbelästigung.

In Österreich hatte die Bevölkerung 1978 gegen die Atomkraft gestimmt. Mittlerweile braucht das Land nur noch zu 50 Prozent fossile Brennstoffe. Auch in Niederösterreich wird zumindest in nächster Zeit noch Kohle verheizt werden – man rechnet damit dass das Kraftwerk Dürnrohr erst 2020 geschlossen wird.

In Österreich will man gemäß dem Ökostromgesetz aus dem Jahr 2012bis 2020 etwa 1000 MW aus Wasserkraft produzieren, 200 MW aus Windkraft, 200 MW aus Biomasse und Biogas und 1200 MW aus Solaranlagen. Rund 43 Prozent der in der Republik der geförderten Ökostrommengen werden aus Biomasse erzeugt, 34 Prozent aus Windkraft, 21Prozent aus Kleinwasserkraft und der Rest aus Photovoltaik, Geothermie, Deponie- und Klärgas. Im Jahr 2010 wurden 5.905 GWh aus Ökostrom eingespeist.